Tipps & Highlights
Veranstaltungen in Hamburg, von uns empfohlen
Zum 100. Geburtstag: Hamburg liest Lenz

Noch bis zum 31. März 2026 widmet sich das Literaturfestival Hamburg liest Lenz, dem 100. Geburtstag des Schriftstellers. Dieses Jubiläum ist der Anlass für eine umfassende Hommage: Zum vierten Mal haben sich Veranstalterinnen und Veranstalter aus der ganzen Stadt im Rahmen von »Hamburg liest« zusammengetan, um ein literarisches Fest zu feiern. Es gibt zahlreiche Ausstellungen, u. a. in der Freien Akademie der Künste oder im
Ausstellungsraum der Staats- und Universitätsbibliothek (zu Lenz und Helmut Schmidt). Zahlreiche Lesungen, Gespräche, Spaziergänge und noch viel mehr laden ein, Lenz – und manches mal auch Hamburg – neu oder wieder zu entdecken.
Illustration: Copyright Leonie Brandmüller
Molière: Der Geizige im Ernst-Deutsch-Theater ab 4. März

Bei Harpagon in Molières „Der Geizige“ dreht sich alles nur ums Geld. Sein Geiz hat astronomische Ausmaße, seine Menschlichkeit ist nicht einmal zu erahnen. Harpagons einzige Geliebte ist eine sorgsam im Garten vergrabene Geldkassette. Mit seiner krankhaften Sparsamkeit tyrannisiert er seine Mitmenschen, vergiftet das Klima in seinem Umfeld. Um seinen Ausgabenstopp durchzusetzen, werden auch die Heiratspläne seiner Kinder instrumentalisiert. Harpagon hat seine Tochter Elise dem begüterten, alten Anselme versprochen, für den Sohn Cléante ist eine reiche Witwe vorgesehen. Die Vermählungen sollen ohne Hochzeitsfeierlichkeiten schnell und kostenfrei über die Bühne gehen. Für sich selbst hat er eine Ehe mit der jungen, schönen Marianne geplant, die heimlich Cléante liebt. Dann ist eines Tages die innig geliebte Kassette verschwunden und Harpagons Lebensökonomie gerät gänzlich aus den Fugen.
Boris Aljinović spielt den Geizigen (Bild: Copyright: Oliver Fantitsch für EDT)
Ernst-Deutsch-Theater, Friedrich-Schütter-Platz 1 (U-Bahn Linie U 3 Haltestelle Mundsburg)
FAST FORWARD

Der Ballettabend FAST FORWARD umfasst 90 Jahre Tanzgeschichte. Wie im Zeitraffer präsentiert der vielseitige Abend vier äußerst diverse Tanzstücke: Er fängt mit einem bahnbrechenden Werk des 20. Jahrhunderts an und schließt mit einer Uraufführung des Stückes THE MOON IN THE OCEAN, Choreografie: Xie Xin, Musik: Silvain Wang. Weiter kommen die Stücke SERENADE (George Balanchine ©), ANNONCIATION (Choreographie: Angelin Preljocaj) und TOTENTANZ (Choreografie: Marcos Morau) zur Aufführung.
Premiere war am 22. Februar in der Staatsoper, Große Theaterstraße 25 (etwa sieben Minuten zu Fuß vom Hotel). Weitere Aufführungen gibt es an diversen Terminen im März.
Foto: Webseite Staatsoper
Daniel Spoerri in der Sammlung Falckenberg in Harburg

Daniel Spoerri (1930–2024) zählt zu den bedeutendsten Vertreter*innen der Objektkunst. Seine aus Alltagsgegenständen bestehenden Assemblagen und Collagen entstehen aus dem leidenschaftlichen Sammeln von kuriosen Fundstücken. Auf vier Etagen versammelt die Ausstellung ICH LIEBE WIDERSPRÜCHE in der Sammlung Falckenberg der Deichtorhallen Hamburg überblickartig das vielfältige Werk des kürzlich verstorbenen Künstlers.
Im Dialog mit Werken aus der deutschen und US-amerikanischen Counter Culture der Sammlung Falckenberg erweitert die Ausstellung den Blick auf den interdisziplinären Künstler. Es ist die letzte Ausstellung, zu der die Idee noch in Abstimmung mit Harald Falckenberg entstanden ist. Zu sehen sind natürlich auch die berühmten „Fallenbilder“, mit denen Spoerri Furore machte.
Die Ausstellung läuft bis 26. April 2026.
Öffentliche Führungen gibt es meist am Samstag, eine Kurzführung am Sonntag und ab und an auch eine Kuratorinnenführung.
Vormerken: Maria Lassnig und Edvard Munch in der Kunsthalle ab 27. März 26

Erstmals werden Maria Lassnig (1919–2014) und Edvard Munch (1863–1944) in einer großen Doppelschau gemeinsam gezeigt. Auf den ersten Blick trennt mehr als ein halbes Jahrhundert die österreichische Künstlerin und den norwegischen Maler – und doch gibt es zwischen ihren Werken und Biografien erstaunliche Parallelen. In der thematischen Gegenüberstellung wird ihr Schaffen neu lesbar.
Für Lassnig wie für Munch war das Malen mehr als nur eine künstlerische Technik. Es war eine Form der Selbst- und Weltbefragung. Ihre Werke zeigen innere und äußere Zustände, die eine unmittelbare emotionale Wirkung entfalten. Der Untertitel der Ausstellung »Malfluss = Lebensfluss« stammt von einem Gemälde Maria Lassnigs. Er macht die untrennbare Verbindung von Kunst und Leben anschaulich.
Die Ausstellung umfasst über 180 Arbeiten, darunter diverse Hauptwerke, aber auch eher selten gezeigte Gemälde, eindrucksvolle Arbeiten auf Papier sowie Filme, Fotografien und eine Skulptur.
Foto: „Ehepaar“ von Maria Lassnig
Die Lange Nacht der Museen am 18. April

Von 18 Uhr abends bis 1 Uhr morgens dreht sich am Samstag, 18. April, alles um die Museen in Hamburg. Ein Ticket, 677 Veranstaltungen – Sie haben wirklich die Qual der Wahl. Zahlreiche Museen machen mit und bieten Events, Konzerte, Kulinarisches, Führungen und und und. Die toll gemachte Webseite bietet als Hilfestellung Routen an und natürlich findet sich darauf alles, was es zu entdecken gibt. Ein Abend, der in Hamburg immer bestens besucht ist – inklusive randvoller Shuttlebusse… macht Spaß und neue Eindrücke sind garantiert.
Copyright: Museumsdienst Hamburg / Luisa Hanika
Seitensprünge: Heymann Literaturfestival

| Die Hamburger Buchhandlung Heymann gibt es in einigen Hamburger Stadtteilen. Wie schön, dass die umtriebigen und leidenschaftlichen Heymanns im Frühling das Literaturfestival Seitensprünge veranstalten. Das Programm lässt sich sehen, es kommen u. a. Amelie Fried (26.3), die ihr Buch „Eine von uns“ in Blankenese vorstellt oder Dana von Suffrin, die am 27. März ihr Buch „Toxibaby“ in Eimsbüttel vorstellt. Weitere Autorinnen u. a. zu Gast: Bettina Tietjen, Meike Winnemuth, Anne Freitag, Adrienne Friedlaender, Rachel Khong (Deutschland liest ein Buch – siehe Bild) und Martina Bogdahn. Um auch noch einen männlichen Autor zu erwähnen: Robert Seethaler – u. a., „Der Trafikant“ oder „Ein ganzes Leben“ – liest am 11. Mai im Thalia Theater. |
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Copyright: Andria Lo/Heymann
Vormerken: Tanztriennale vom 14. – 21, Juni 26

Auf Bühnen, in Museen und auf der Straße: Vom 14. bis 21. Juni steht Hamburg ganz im Zeichen des Tanzes. DieTanztriennale feiert die Kunstform in all ihrer Vielfalt mit lokalen Künstler:innen und internationalen Kompanien. Während der Tanztriennale hat das Hamburger Publikum viele Möglichkeiten, eine große Bandbreite an Tanzkulturen und -stilen zu erleben – als Zuschauer:innen, aber auch aktiv als Tanzende. Verschiedene Formate zwischen Talk und Tanz bringen das Publikum in den Austausch.
Foto: © Tanztriennale Hamburg.
