Tipps & Highlights
Veranstaltungen in Hamburg, von uns empfohlen
Lessingtage im Thalia Theater: 31. Januar bis 15. Februar

Februar ist wieder Festivalzeit am Thalia Theater! Der renommierte Theatermacher Matthias Lilienthal übernimmt für die Ausgabe 2026 die Leitung der Lessingtage und bringt ein hochkarätiges Programm aus internationalen Gastspielen, Neuproduktionen und Begegnungsformaten nach Hamburg.
Angesichts des anhaltenden Siegeszugs rechter und rechtsextremer Kräfte in Europa wird der Begriff Postpopulismus zum roten Faden des Festivalprogramms. Dabei blickt das Festival vor allem nach Polen: Jakub Skrzywaneks Attack on the National Stary Theatre oder Marta Górnickas Mothers zählen aktuell zu den meist diskutierten Inszenierungen Polens. Milo Rau, Intendant der Wiener Festwochen, bringt erstmals eines seiner spektakulären theatralen Prozessformate in Deutschland auf die Bühne: Was richtet die tägliche faschistische Propaganda in unseren Köpfen an? Mit ja nichts ist ok kommt die letzte Arbeit des verstorbenen Regisseurs René Pollesch nach Hamburg – die gefeierte Inszenierung mit Fabian Hinrichs war 2025 u. a. zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
Rising Stars in der Elbphilharmonie: 18. – 23. Januar

Die großen Namen von morgen schon heute erleben! In dieser Saison tummeln sich unter den »Rising Stars« nicht nur Sopran, Cello und Klavier(trio), sondern auch Cimbalom und Saxofonquartett.
Sie sind voller Energie und brennen darauf, der Welt ihr Talent zu zeigen: Sechs »Rising Stars«, ausgewählt von Europas führenden Konzerthäusern, stellen sich in dieser Reihe vor. Mit dabei sind die von der Elbphilharmonie nominierte Cellistin Valerie Fritz (Foto, 18. Januar) oder Áron Horváth, der auf dem ungarischen Hackbrett Cimbalom mit Klassik, Jazz und Volksmusik jongliert. Pianist Giorgi Gigashvili bringt nicht nur perlenden Scarlatti, sondern auch Folklore aus Georgien mit. Die Sopranistin Álfheiður Erla Guðmundsdóttir spürt der Reise eines Zugvogels nach. Und auch ein Ensemble wie ein Saxofonquartett oder ein Klaviertrio kann ein Star sein!
Foto: Copyright: Dino Bossnini, Elbphilharmonie
270. Geburtstag von Mozart: 27. Januar Abendroth Quartett + Lesung in Eppendorfer Kirche

Zum 270. Geburtstag von Mozart spielt das AbendrothQuartett das Neujahrskonzert in der Bethanien-Kirche Eppendorf. Die Schauspielerin Katharina Schütz liest im Wechsel dazu aus seinen Briefen an den Vater, das Bäsle und an Constanze.
Termin: Dienstag, den 27. Januar um 19 Uhr in der Bethanien-Kirche in Eppendorf, Martinistraße 47, 20251 Hamburg (BUS 20 + 25 bis Julius-Reincke-Stieg), Eintritt: 12,- €
Mozart (1756-1791) war Zeit seines Lebens ein sehr produktiver Briefeschreiber. Diese Briefe sind wichtige außermusikalische Hinterlassenschaften und dienten zahlreichen Biografen aus Grundlage, dem außergewöhnlichem Genie Mozart auf die Spur zu kommen.
Meike Thiessen und Estibaliz Galardi, Violine, Maurice Appelt, Viola und Georg Pawassar, Violoncello spielen aus seinen Streichquartetten KV 159, KV 172 und KV 421.
FAST FORWARD: Ballett-Premiere am 22. Februar

Der Ballettabend FAST FORWARD umfasst 90 Jahre Tanzgeschichte. Wie im Zeitraffer präsentiert der vielseitige Abend vier äußerst diverse Tanzstücke: Er fängt mit einem bahnbrechenden Werk des 20. Jahrhunderts an und schließt mit einer Uraufführung des Stückes THE MOON IN THE OCEAN, Choreografie: Xie Xin, Musik: Silvain Wang. Weiter kommen die Stücke SERENADE (George Balanchine ©), ANNONCIATION (Choreographie: Angelin Preljocaj) und TOTENTANZ (Choreografie: Marcos Morau) zur Aufführung.
Premiere ist am 22. Februar in der Staatsoper, Große Theaterstraße 25 (etwa sieben Minuten zu Fuß vom Hotel). Weitere Aufführungen gibt es z. B. am 25., 27. und 28. Februar und an weiteren Terminen im März.
Foto: Webseite Staatsoper
Vorschau: nur noch wenige Tickets für die Lesung von Siri Hustvedt am 25. März

Die wunderbare Siri Hustvedt stellt am 25. März in Hamburg auf Kampnagel ihr neues Buch „Ghost Stories“ vor. Los geht es um 19.30 Uhr und schon jetzt ist der Abend bis auf wenige Tickets ausverkauft. Wer also buchen möchte, sollte das sofort tun.
Nachdem ihr Ehemann, der Autor Paul Auster, im Mai 2024 an Krebs starb, war die Welt der Literatur tief erschüttert. In ihrer eigenen Trauer begann die große US-amerikanische Schriftstellerin schon wenige Tage nach seinem Tod zu schreiben. In ihrem Trauer-, Gedächtnis- und Liebesbuch nähert sie sich dem unmöglichen Wunsch, Paul zu neuem Leben zu erwecken. Indem sie in ihr Leben eintaucht, in die Gemeinschaft des legendären schreibenden Paares aus Brooklyn, verbindet sie ihren Schmerz und den Trost der gelebten Augenblicke zu einer beispiellos gefühlvollen Einheit.
Er wolle ein Geist werden, hat Paul vor seinem Tod gesagt. In »Ghost Stories – Ein Buch der Erinnerung« (Rowohlt; Übersetzung: Uli Aumüller und Grete Osterwald) schwebt seine Anwesenheit durch die Worte, wird von Zigarillos, ersten Liebesbriefen und seinen eigenen Werken getragen. Dazu zählt auch das letzte Buchprojekt Austers, bestehend aus Briefen an den Enkel Miles, der wenige Monate vor seinem Tod zur Welt kam.
Moderation: Jan Ehlert (NDR Kultur)
Deutsche Lesung: Oda Thormeyer
Foto: © Spencer Ostrander
Daniel Spoerri in der Sammlung Falckenberg in Harburg

Daniel Spoerri (1930–2024) zählt zu den bedeutendsten Vertreter*innen der Objektkunst. Seine aus Alltagsgegenständen bestehenden Assemblagen und Collagen entstehen aus dem leidenschaftlichen Sammeln von kuriosen Fundstücken. Auf vier Etagen versammelt die Ausstellung ICH LIEBE WIDERSPRÜCHE in der Sammlung Falckenberg der Deichtorhallen Hamburg überblickartig das vielfältige Werk des kürzlich verstorbenen Künstlers.
Im Dialog mit Werken aus der deutschen und US-amerikanischen Counter Culture der Sammlung Falckenberg erweitert die Ausstellung den Blick auf den interdisziplinären Künstler. Es ist die letzte Ausstellung, zu der die Idee noch in Abstimmung mit Harald Falckenberg entstanden ist. Zu sehen sind natürlich auch die berühmten „Fallenbilder“, mit denen Spoerri Furore machte.
Seit 27. September ist die Ausstellung „Ich liebe Widersprüche – Im Dialog mit Werken aus der Sammlung Falckenberg“ zu sehen und läuft bis 26. April 2026.
Öffentliche Führungen gibt es meist am Samstag, eine Kurzführung am Sonntag und ab und an auch eine Kuratorinnenführung.
