Tipps & Highlights

Veranstaltungen in Hamburg, von uns empfohlen

Martha Argerich Festival „Rendevousz“ 20.- 30. Juni 26 in der Laeiszhalle

Sie ist eine legendäre Pianistin, eine „Löwin am Klavier“, bekannt für ihr temperamentvolles Spiel: Martha Argerich steht im Zentrum des nach ihr benannten „Martha Argerich Festivals“, welches 2026 zum achten Mal stattfindet. Die Pianistin lädt einige der bedeutendsten Musiker*innen unterschiedlicher Genres ein. Vom20. bis 30. Juni 2026 werden vielfältige Konzerte in der Laeiszhalle geboten. Außerdem unternimmt das Festival auch 2026 zwei Abstecher in andere Locations: In der Elbphilharmonie und im Mojo Club findet je ein Konzert statt.

Zehn Tage lang wird die Laeiszhalle während des Festivals zu einem Ort für musikalische und menschliche Begegnungen. An Argerichs Seite präsentiert das Festival international bekannte Musiker und Musikerinnen. Zu hören sind Künstlerinnen unterschiedlicher Generationen und Genres. Die Begegnungen bewegen sich zwischen Klassik, Jazz und fernöstlicher Theater- und Musikkultur. Mit dabei sind etwa Mischa Maisky, Michael Volle, Mikhail Pletnev, Magdalena Kožená, Shōnosuke Ōkura, Edgar Moreau, Stephen Kovacevich, Maxim Vengerov, Gil Shaham, Haggai Cohen-Milo, Zhang Jun sowie Freundinnen, Schüler*innen, Familienmitglieder und die Symphoniker Hamburg mit ihrem Chefdirigenten Sylvain Cambreling.

Phototriennale 2026 – noch bis 22. September

Die 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026 mit dem Titel Alliance, Infinity, Love – in the Face of the Other feiert ab dem 5. Juni das kreative Potenzial von Verbundenheit, Unendlichkeit und Liebe und ruft gleichzeitig zur Verantwortung gegenüber dem Anderen auf. 

Das Festival möchte ein breites Spektrum fotografischer Stimmen sichtbar machen – etablierte wie aufstrebende, beachtete wie übersehene –, die vorherrschende Narrative herausfordern, vergessene Perspektiven zurückholen und Brücken über soziale und kulturelle Bruchlinien hinweg schlagen.

Ausstellungen gibt es u. a. in den Deichtorhallen, der Kunsthalle, dem Bucerius Kunstforum, dem Kunsthaus und dem Kunstverein Hamburg, dem Museum der Arbeit, dem MARKK und dem Museum für Kunst und Gewerbe.

Ein „Must see“: Maria Lassnig und Edvard Munch in der Kunsthalle

Erstmals werden Maria Lassnig (1919–2014) und Edvard Munch (1863–1944) in einer großen Doppelschau gemeinsam gezeigt. Auf den ersten Blick trennt mehr als ein halbes Jahrhundert die österreichische Künstlerin und den norwegischen Maler – und doch gibt es zwischen ihren Werken und Biografien erstaunliche Parallelen. In der thematischen Gegenüberstellung wird ihr Schaffen neu lesbar. 

Für Lassnig wie für Munch war das Malen mehr als nur eine künstlerische Technik. Es war eine Form der Selbst- und Weltbefragung. Ihre Werke zeigen innere und äußere Zustände, die eine unmittelbare emotionale Wirkung entfalten. Der Untertitel der Ausstellung »Malfluss = Lebensfluss« stammt von einem Gemälde Maria Lassnigs. Er macht die untrennbare Verbindung von Kunst und Leben anschaulich.

Die Ausstellung umfasst über 180 Arbeiten, darunter diverse Hauptwerke, aber auch eher selten gezeigte Gemälde, eindrucksvolle Arbeiten auf Papier sowie Filme, Fotografien und eine Skulptur. 

Foto: „Ehepaar“ von Maria Lassnig

UDOVERSUM im Stilwerk feiert Panik-Rocker und Hamburgs Ehrenbürger Udo Lindenberg

Keine Panik! Udo Lindenberg ist ein Unikat und nun auch Hamburger Ehrenbürger. Zur Feier seines 80. Lebensjahrs gibt es in Hamburg u. a. diese Ausstellung: Udoversum. Hier können wir Udos Welt neu entdecken. Zu sehen sind bislang unveröffentlichte Exponate wie Bühnenoutfits, Instrumente, handgeschriebene Songtexte, Fotografien und persönliche Erinnerungsstücke. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Lindenbergs bildender Kunst: Seine berühmten Likörelle, mit Likör gemalte Werke, Skizzenbücher und weitere Werke aus dem Atelier geben spannende Einblicke in sein kreatives Schaffen. Eine neu produzierte Hörführung begleitet durch die Ausstellung und verbindet Musik, Malerei und Show. Dabei erzählt das UDOVERSUM nicht nur von Erfolgen, sondern auch von Brüchen, Neuanfängen und dem unverwechselbaren Mythos Udo Lindenberg.
Die Ausstellung ist von Dienstag bis Samstag von 10-18 Uhr in der Großen Elbstraße 68 (im Stilwerk) geöffnet. Die Ausstellung ist bis zum 4. Oktober zu sehen.
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Wegmarken jüdischer Geschichte – Ein Projektraum für Hamburg

Die jüdische Geschichte Hamburgs ist seit Beginn geprägt durch kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt. Jüdische Lebenswelten wurden in den selbstständigen Städten Altona und Hamburg durch unterschiedliche Gesetzgebungen bestimmt. Sie prägten Selbstbehauptung, Kampf um Bürgerrechte und den Umgang mit der nichtjüdischen Gesellschaft. Auch der Hafen und seine Handelsmöglichkeiten waren wichtige Faktoren im Leben der Hamburger Jüdinnen und Juden. Aber wie und wo wird diese besondere jüdische Geschichte Hamburgs erzählt?

Seit 130 Jahren haben jüdische und nichtjüdische Akteur*innen Sammlungen und Ausstellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und an verschiedenen Orten initiiert. Ebenso lange gibt es eine Diskussion über ein eigenes Jüdisches Museum für Hamburg – sie wird seit 2024 erneut geführt. Dies ist Anlass für den Projektraum im Altonaer Museum, der ausgewählte Wegmarken der reichen jüdische Geschichte und Gegenwart erzählt.

Tanztriennale vom 14. – 21, Juni 26

Auf Bühnen, in Museen und auf der Straße: Vom 14. bis 21. Juni steht Hamburg ganz im Zeichen des Tanzes. DieTanztriennale feiert die Kunstform in all ihrer Vielfalt mit lokalen Künstler:innen und internationalen Kompanien. Während der Tanztriennale hat das Hamburger Publikum viele Möglichkeiten, eine große Bandbreite an Tanzkulturen und -stilen zu erleben – als Zuschauer:innen, aber auch aktiv als Tanzende. Verschiedene Formate zwischen Talk und Tanz bringen das Publikum in den Austausch.

Foto: © Tanztriennale Hamburg.

Vormerken: Harbour Front Literaturfestival ab 6. September

Spannend und hochkarätig: Das Harbour Front Literaturfestival 2026 startet am 6. September mit der Literaturnobelpreisträgerin Han Kang (19.30 Uhr, Elbphilharmonie). Weiter geht es mit Caroline Wahl am 19. September – Sie stellt ihr neues Buch „1999 Meter über dem Meer“ im Schauspielhaus vor (20 Uhr). Weitere AutorInnen sind u. a. Die Tekkal Schwestern, Wencke Mühleisen, Margit Auer und Juli Zeh beschließt am 11. Oktober das Festival in der Elphi – Zeh stellt das Buch „Pony Show“ vor.

Foto von Han Kang: Paik Dahuim/Harbour Front

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