Tipps & Highlights
Veranstaltungen in Hamburg, von uns empfohlen
Feuerwerk am 29. Mai: Japanisches Kirschblütenfest

Jedes Jahr Ende Mai wird die Kirschblüte in der Hansestadt traditionell mit dem Japanischen Kirschblütenfest gefeiert. Höhepunkt ist ein Feuerwerk über der Außenalster. In diesem Jahr soll das Feuerwerk am 29. Mai 2026 um 22.30 Uhr den Himmel erleuchten.
Zum Kirschblütenfest findet traditionell außerdem das Japan-Festival statt. In diesem Jahr ist es für Sonntag, den 31. Mai 2026 geplant. Das Japan-Festival wird von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft zu Hamburg e.V. gemeinsam mit dem Japanischen Generalkonsulat Hamburg veranstaltet. Weitere Informationen zur Veranstaltung folgen.
Seit 1989 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Osaka. Die beiden Städte verbindet ein enges Bündnis der Freundschaft und Kooperation.
Ein „Must see“: Maria Lassnig und Edvard Munch in der Kunsthalle

Erstmals werden Maria Lassnig (1919–2014) und Edvard Munch (1863–1944) in einer großen Doppelschau gemeinsam gezeigt. Auf den ersten Blick trennt mehr als ein halbes Jahrhundert die österreichische Künstlerin und den norwegischen Maler – und doch gibt es zwischen ihren Werken und Biografien erstaunliche Parallelen. In der thematischen Gegenüberstellung wird ihr Schaffen neu lesbar.
Für Lassnig wie für Munch war das Malen mehr als nur eine künstlerische Technik. Es war eine Form der Selbst- und Weltbefragung. Ihre Werke zeigen innere und äußere Zustände, die eine unmittelbare emotionale Wirkung entfalten. Der Untertitel der Ausstellung »Malfluss = Lebensfluss« stammt von einem Gemälde Maria Lassnigs. Er macht die untrennbare Verbindung von Kunst und Leben anschaulich.
Die Ausstellung umfasst über 180 Arbeiten, darunter diverse Hauptwerke, aber auch eher selten gezeigte Gemälde, eindrucksvolle Arbeiten auf Papier sowie Filme, Fotografien und eine Skulptur.
Foto: „Ehepaar“ von Maria Lassnig
Seitensprünge: Heymann Literaturfestival

| Die Hamburger Buchhandlung Heymann gibt es in einigen Hamburger Stadtteilen. Wie schön, dass die umtriebigen und leidenschaftlichen Heymanns im Frühling das Literaturfestival Seitensprünge veranstalten. Das Programm lässt sich sehen, es kommen u. a. Amelie Fried (26.3), die ihr Buch „Eine von uns“ in Blankenese vorstellt oder Dana von Suffrin, die am 27. März ihr Buch „Toxibaby“ in Eimsbüttel vorstellt. Weitere Autorinnen u. a. zu Gast: Bettina Tietjen, Meike Winnemuth, Anne Freitag, Adrienne Friedlaender, Rachel Khong (Deutschland liest ein Buch – siehe Bild) und Martina Bogdahn. Um auch noch einen männlichen Autor zu erwähnen: Robert Seethaler – u. a., „Der Trafikant“ oder „Ein ganzes Leben“ – liest am 11. Mai im Thalia Theater. |
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Copyright: Andria Lo/Heymann
Internationales Musikfest Hamburg: 1. Mai bis 3. Juni

„Ende“, unter diesem Motto steht das Internationale Musikfest Hamburg. Dabei geben sich Stars und Publikumslieblinge die Klinke in die Hand, dieses Jahr unter anderem Janine Jansen und Christian Tetzlaff, Daniil Trifonov und Arcadi Volodos. Wie immer sind eigene Reihen und Schwerpunkte eingewoben. So rückt der Komponist Hans Werner Henze anlässlich seines 100. Geburtstags mit seiner sinnlichen Klangsprache in den Fokus. Ebenfalls 100-jähriges Jubiläum feiert Miles Davis, der wichtigste Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts. Gleich fünf Konzerte zeigen, wie er das Genre revolutionierte. In einer Pop-up-Bar im alten Kaispeicher werden alle seine Platten gespielt.
Die Reihe außergewöhnlicher Sonderproduktionen beim Musikfest setzt Hamburgs neuer Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber mit Leonard Bernsteins semiszenischer »Mass« fort, die einen Gottesdienst in eine Bürgerrechts-Demo umschlagen lässt. Sein Vorgänger Kent Nagano leitet Richard Wagners »Götterdämmerung« im authentisch historischen Klanggewand, anknüpfend an seine beim Musikfest 2024 gefeierte »Walküre«. Dazu gibt es eine inszenierte Hommage an den Kultfilm »Das große Fressen« und Musik von Gustav Mahler mit Zirkusakrobaten.
Bild: Alice Sara Ott (27. Mai), Copyright Pascal Albandopulos
Wegmarken jüdischer Geschichte – Ein Projektraum für Hamburg

Die jüdische Geschichte Hamburgs ist seit Beginn geprägt durch kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt. Jüdische Lebenswelten wurden in den selbstständigen Städten Altona und Hamburg durch unterschiedliche Gesetzgebungen bestimmt. Sie prägten Selbstbehauptung, Kampf um Bürgerrechte und den Umgang mit der nichtjüdischen Gesellschaft. Auch der Hafen und seine Handelsmöglichkeiten waren wichtige Faktoren im Leben der Hamburger Jüdinnen und Juden. Aber wie und wo wird diese besondere jüdische Geschichte Hamburgs erzählt?
Seit 130 Jahren haben jüdische und nichtjüdische Akteur*innen Sammlungen und Ausstellungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und an verschiedenen Orten initiiert. Ebenso lange gibt es eine Diskussion über ein eigenes Jüdisches Museum für Hamburg – sie wird seit 2024 erneut geführt. Dies ist Anlass für den Projektraum im Altonaer Museum, der ausgewählte Wegmarken der reichen jüdische Geschichte und Gegenwart erzählt.
Vormerken: Tanztriennale vom 14. – 21, Juni 26

Auf Bühnen, in Museen und auf der Straße: Vom 14. bis 21. Juni steht Hamburg ganz im Zeichen des Tanzes. DieTanztriennale feiert die Kunstform in all ihrer Vielfalt mit lokalen Künstler:innen und internationalen Kompanien. Während der Tanztriennale hat das Hamburger Publikum viele Möglichkeiten, eine große Bandbreite an Tanzkulturen und -stilen zu erleben – als Zuschauer:innen, aber auch aktiv als Tanzende. Verschiedene Formate zwischen Talk und Tanz bringen das Publikum in den Austausch.
Foto: © Tanztriennale Hamburg.
Martha Argerich Festival: 20.-30. Juni 26

Seit 2018 ist die Laeiszhalle für zehn Tage im Juni beim Martha Argerich Festival Ort der Begegnung, Forum für künstlerischen und kulturellen Austausch mit Werkstattcharakter.
In der achten Festival-Ausgabe bietet das musikalische Programm nicht nur herausragende Klassik, sondern auch Jazz und fernöstliche Theater- und Musikkultur. Highlight sind in diesem Jahr u. a. alle Violinsonaten von Ludwig van Beethoven, die Martha Argerich mit dem Star-Geiger Maxim Vengerov über fünf Abende gestaltet – eine einzigartige Gelegenheit, dieses Projekt, das beide 2027 in der New Yorker Carnegie Hall präsentieren werden, in Europa zu erleben. Auch 2026 unternimmt das Festival zwei Abstecher und ist für einen sinfonischen Konzertabend und einen interdisziplinären Abend zwischen Lied und Fusion Music zu Gast in der Elbphilharmonie bzw. im Mojo Club auf der Reeperbahn.
Foto: Daniel Dittus für Laeiszhalle/Martha Argerich Festival
Vormerken: Harbour Front Literaturfestival ab 6. September

Spannend und hochkarätig: Das Harbour Front Literaturfestival 2026 startet am 6. September mit der Literaturnobelpreisträgerin Han Kang (19.30 Uhr, Elbphilharmonie). Weiter geht es mit Caroline Wahl am 19. September – Sie stellt ihr neues Buch „1999 Meter über dem Meer“ im Schauspielhaus vor (20 Uhr). Weitere AutorInnen sind u. a. Die Tekkal Schwestern, Wencke Mühleisen, Margit Auer und Juli Zeh beschließt am 11. Oktober das Festival in der Elphi – Zeh stellt das Buch „Pony Show“ vor.
Foto von Han Kang: Paik Dahuim/Harbour Front
